Meditations-App für Blinde und Sehbehinderte: Was wirklich ohne Hinsehen funktioniert
Eine Meditations-App, die mit VoiceOver oder TalkBack wirklich bedienbar
ist, ist erstaunlich schwer zu finden. Die meisten Apps in diesem Bereich sind
für die Augen gebaut: ein Atemkreis, der sich öffnet und schließt, ein
Countdown in der Mitte, ein Startbildschirm, der von allein weiterspringt.
Für blinde und sehbehinderte Menschen bleibt davon oft nur ein Rätselraten
übrig. Dieser Artikel erklärt, woran es meistens hakt – und wie
ATEMZUG von Anfang an so gebaut wurde, dass du die App ganz
ohne Hinsehen nutzen kannst.
Woran Meditations-Apps mit Screenreader meistens scheitern
Wer mit VoiceOver (iPhone) oder TalkBack (Android) unterwegs ist, kennt die
typischen Hürden. Sie sind selten böse gemeint – sie entstehen, weil beim
Bauen niemand die Augen zugemacht hat:
Unbeschriftete Knöpfe. Der Screenreader sagt „Taste“ –
und mehr nicht. Ob dahinter „Abspielen“, „Teilen“ oder „Abo abschließen“
steckt, bleibt offen.
Atemübungen, die nur über Bilder funktionieren. Ein
Kreis wird größer und kleiner, dazu eine Zahl. Ohne Ton, ohne Vibration,
ohne Ansage – wer die Animation nicht sieht, atmet im Blindflug.
Bildschirme, die von allein weiterschalten. Die
Einführung springt nach ein paar Sekunden zum nächsten Schritt, die
Meditation beginnt, bevor der Screenreader den Bildschirm zu Ende gelesen
hat. Zwei Stimmen gleichzeitig – und du suchst den Pause-Knopf.
Regler, die sich nicht bedienen lassen. Lautstärke
oder Position in der Meditation werden vorgelesen, aber beim Wischen passiert
nichts.
Keine Überschriften. Ohne Überschriften-Navigation
musst du dich auf jedem Bildschirm von oben nach unten durch jedes Element
wischen, um die eine Einstellung zu finden.
Werbung und Pop-ups. Jede Einblendung ist ein neues
Element, das den Fokus klaut – mitten in der Ruhe.
Keine dieser Hürden hat mit der Meditation selbst zu tun. Sie sind reine
Bedienung – und genau deshalb lassen sie sich lösen.
Was ATEMZUG anders macht
ATEMZUG ist eine deutschsprachige App für Atemübungen und Meditation (iOS
und Android). Sie ist mit VoiceOver gebaut und wird im Alltag mit
VoiceOver getestet; auf Android ist sie mit TalkBack bedienbar. Das
heißt konkret:
Jeder Knopf ist beschriftet. „Klang“, „Beenden“,
„Hörprobe“, „Pause“ – du hörst, was du antippst.
Übungen starten erst auf Knopfdruck. Läuft ein
Screenreader, wartet jede Atemübung und jede Meditation auf dein
„Los geht's“. Du kannst den Bildschirm in Ruhe anhören, bevor etwas
passiert.
Jede Atemphase hat einen eigenen Ton und eine eigene
Vibration. Einatmen, Halten, Ausatmen fühlen sich unterschiedlich
an – die Übung funktioniert mit geschlossenen Augen.
Sprachansage, wenn du magst. Unter „Ich“ →
„Bedienungshilfen“ schaltest du „Atemphasen ansagen“ ein. Dann sagt die
gewählte Stimme „Einatmen“, „Halten“ und „Ausatmen“ – der Hintergrundklang
läuft dabei ungestört weiter. Der Schalter sitzt auch im Klang-Bereich
jeder Atemübung.
Regler lassen sich wischen und sagen ihren Wert.
Lautstärke der Töne und des Hintergrundklangs stellst du mit Wischen nach
oben oder unten ein und hörst dabei „50 Prozent“, „55 Prozent“. In jeder
Meditation springst du mit derselben Geste 15 Sekunden vor oder zurück und
hörst die neue Position.
Überschriften zum Springen. Bildschirmtitel und
Abschnitte sind als Überschriften markiert – mit dem Rotor (VoiceOver) oder
der Lesesteuerung (TalkBack) springst du direkt zu „Erinnerung“ oder
„Bedienungshilfen“, statt alles durchzuwischen.
Die Einführung wartet auf dich. Beim ersten Start
schaltet kein Bildschirm von allein weiter; nach jedem Schritt landet der
Fokus auf der neuen Überschrift.
Keine Werbung, keine aufgedrängten Bewertungen. Nichts
schiebt sich dazwischen.
Was drin ist – und wie es klingt
Weil alles auch über das Ohr funktioniert, ist ATEMZUG für blinde und
sehbehinderte Menschen eine vollständige App, kein abgespeckter Modus:
Atemübungen:4-7-8-Atmung
zum Runterkommen, Box-Atmung für Fokus,
Kohärentes Atmen als Routine,
„1 Minute atmen“ für zwischendurch – und eigene Muster, auf die
Zehntelsekunde genau.
Geführte Meditationen mit ruhiger Stimme, weiblich oder
männlich wählbar: ein 7-Tage-Einsteigerkurs von „Ankommen“ bis „Deine eigene
Praxis“ und eine wachsende Bibliothek für Schlaf, Stress und Fokus. Jeden
Monat kommen zwei neue dazu. Eine unterbrochene Meditation setzt dort
fort, wo du aufgehört hast.
Hintergrundklänge: Meereswellen, sanfter Regen, Wind,
Vogelgesang, Klangschalen oder Meditationsmusik – Lautstärke getrennt
regelbar, deine Einstellung wird pro Übung gemerkt.
Eine Erinnerung am Tag, die dich mit einer leisen
Meereswelle ruft statt mit einem Klingeln.
Drei Darstellungen: Hell, Dunkel und ein warm
gedimmter Schlaf-Modus – für alle, die noch Lichtreste wahrnehmen und
abends kein grelles Display wollen.
So startest du deine erste Atemübung mit VoiceOver oder TalkBack
ATEMZUG öffnen. Die kurze Einführung wartet bei jedem Schritt auf
„Weiter“ – nichts springt von allein.
Unten findest du vier Tabs: Heute, Atmen, Meditieren,
Ich. Tippe auf „Atmen“.
Wähle eine Übung, zum Beispiel „4-7-8-Atmung“, und tippe auf
„Start“.
Der Übungsbildschirm liest dir Titel und Knöpfe vor. Über „Klang“
öffnest du den Mixer: Dort regelst du „Töne“ und „Hintergrund“ per Wischen
und schaltest die „Sprachansage“ ein.
Tippe auf „Los geht's“. Ab jetzt führen dich Ton,
Vibration und – wenn eingeschaltet – die Stimme durch Einatmen, Halten und
Ausatmen.
„Pause“ und „Beenden“ bleiben an ihrem Platz. Am Ende hörst du
„Gut gemacht“ und wie viele Minuten du bewusst geatmet hast.
Von einer einzigen Person gebaut
ATEMZUG wird nicht von einem Team mit Wachstumszielen gebaut, sondern von
mir, Patrick. Vieles in der App – auch die Sprachansage der Atemphasen –
steht drin, weil jemand danach gefragt hat. Unter „Ich“ →
„Wünsch dir was“ schreibst du mir direkt aus der App; ich lese jede
Nachricht selbst und antworte. Wenn dir mit deinem Screenreader etwas im Weg
steht: Sag es mir, genau so entsteht diese App.
Was ATEMZUG kostet
Du testest ATEMZUG 7 Tage komplett gratis – mit dem
Jahresabo. Kündigst du in der Probezeit, zahlst du nichts. Danach
29,99 € im Jahr, 4,99 € im Monat
(jederzeit kündbar) oder einmalig 89,99 € – für immer,
inklusive aller kommenden Updates und neuen Meditationen. Mehr dazu, warum
wir das so machen: Meditations-App
ohne Abo.
Häufige Fragen
Gibt es eine Meditations-App, die mit VoiceOver funktioniert?
Ja. ATEMZUG ist mit VoiceOver gebaut und wird im Alltag mit VoiceOver
getestet: Jeder Knopf ist beschriftet, Regler lassen sich wischen und sagen
ihren Wert, Bildschirme haben Überschriften, und Übungen starten erst, wenn
du auf „Los geht's“ tippst.
Funktioniert ATEMZUG auch mit TalkBack auf Android?
Ja, ATEMZUG ist mit TalkBack bedienbar: Überschriften, beschriftete
Knöpfe, wischbare Regler und die Sprachansage der Atemphasen funktionieren
auch auf Android. Der Maßstab, mit dem die App täglich getestet wird, ist
VoiceOver.
Startet die Übung von selbst, während der Screenreader noch vorliest?
Nein. Sobald ein Screenreader läuft, wartet jede Atemübung und jede
Meditation, bis du auf „Los geht's“ beziehungsweise auf den Start-Knopf
tippst. Auch die Einführung beim ersten Start schaltet nicht von allein
weiter.
Woher weiß ich bei einer Atemübung, wann ich einatmen soll, wenn ich den Atemkreis nicht sehe?
Jede Atemphase hat einen eigenen Ton und eine eigene Vibration. Zusätzlich
kannst du die Sprachansage einschalten: Dann sagt die gewählte Stimme
„Einatmen“, „Halten“ und „Ausatmen“, während der Hintergrundklang
weiterläuft.
Was kostet ATEMZUG?
Du testest ATEMZUG 7 Tage komplett gratis – mit dem Jahresabo. Kündigst
du in der Probezeit, zahlst du nichts. Danach 29,99 € im Jahr, 4,99 € im
Monat oder einmalig 89,99 € für immer.